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Gedichte 2011
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weich schnee weiss
hängt die decke überm
sanddorn am brunnen
nur eine weile warten

irgendwann zwischen
dornigen zeilen
ein vogelgesang zig zag
haft im gestrüpp





eine amsel eine am
selten zwei im traum
licht dezembermor
genügt um im nebelfet
zentriert über dem be
kannten waldrand früh
er war freundlicher grün
er war der horizont am
morgen




pantum

kletten überall kletten
kleben warzen herz
warzen wachsen
wuchern

kleben warzen herz
kratzen ätzen brennen
wuchern
briefe nie geschrieben

kratzen ätzen brennen
namen nicht gerufen
briefe nie geschrieben
gespräche nicht gesprochen

namen nicht gerufen
warzen wachsen
gespräche nicht gesprochen
kletten überall kletten



leise wie der atem der rose
das wandern der sterne
sanft wie der schlaf des vogels
wie der errötende kuss heimlich
legt sich der schnee
auf die wimpern der birke


die nachtnetze einholen
mit den schuppigen träumen die
die netze zerreissen
zwischen sternen und mond
fallen- war da ein kind?
weisst du wieviel sternlein -
die grauen augen mutter
gebete und fischsalat


© g.wiggli 2011